Ute Barnickel

Ute Barnickel (*1968 in Berlin) lebt seit 2002 in der Schweiz, arbeitete mehrere Jahre bei einer global tätigen Executive Searcher in Zürich. 2008 wechselte sie zu einer Personalberatungsfirma und betreute dort das Segment «Executive Assistants». 2017 gründete sie ihr eigenes Unternehmen «Barnickel & Fellows – Search for Executive Assistants». Ute Barnickel verfügt über langjährige Erfahrung und fundierte Kenntnisse in der Rekrutierung und hat zum Thema Assistenz bereits zahlreiche Artikel publiziert. barnickelfellows.ch  


Executive Assistant = Manager of Multiple Stakeholders

Als Executive Assistant gehört es zu Ihren täglichen Aufgaben, die Bedürfnisse verschiedenster Interessengruppen abzuwägen und daraus die beste Vorgehensweise abzuleiten. Das erfordert neben vernetztem und logischem Denken vor allem emotionale Intelligenz, Überzeugungskraft sowie erstklassige Kommunikationsfähigkeiten. Das klingt nach ziemlich vielen Kompetenzen, die da zusammenfliessen. Doch diese Fähigkeiten sind erforderlich, um als «Multiple Powerhouse» erfolgreich zu sein. Wie also navigieren Sie durch die verschiedenen, nicht selten miteinander konkurrierenden Aufgaben, Projekte und Termine? Wann übernehmen Sie den Lead, und wie festigen Sie Ihre Position im Unternehmen? Wie managen Sie unterschiedliche Anspruchsgruppen?

Wie manage ich meine Stakeholder

Teil 1 – mit speziellem Fokus auf «How to manage my projects»

Dieser und mein nächster Blogbeitrag fassen unter dem Dach «Stakeholder Management» verschiedene Tipps, Erfahrungen, Ansichten & Einsichten zusammen.

So ironisch es klingt, aber die Mammutaufgabe, alle Projekt-Beteiligten zu managen, kann sich als Projekt an sich herausstellen. Oft erweist es sich als ein zähes Biest mit acht Armen und sieben Köpfen, das nicht selten unkontrollierbar ist. Kennen Sie das auch? In meinen Interviews bitte ich die Kandidatinnen und Kandidaten gelegentlich darum, anhand von Praxisbeispielen aufzuzeigen, wie sie denn im Unternehmen Stakeholder Management betreiben. Nachfolgend habe ich die wichtigsten Erkenntnisse zusammengetragen, so dass Sie, liebe Leserinnen und Leser, an den Erfahrungen teilhaben und sich den einen oder anderen Tipp mitnehmen können.

Ruhe im Karton – Optimismus macht erfolgreicher

Zunehmend beobachte ich in meinem privaten Umfeld, dass es Usus wird, sich über alles mögliche zu beschweren – und oft steht dabei der Job im Vordergrund. Die Arbeit, die inhaltlich nicht anspruchsvoll genug ist, der Chef oder die Chefin, die ganz und gar Unmögliches fordert, die Bezahlung, die der vielen Arbeit, die man leistet, nicht angemessen ist. Kürzlich bin ich über das Buch «The Happiness Track: How to Apply the Science of Happiness to Accelerate Your Success» gestolpert, das mich zu diesem Blogbeitrag inspiriert hat. Gemäss der Wissenschaftlerin und Autorin Dr. Emma Seppälä neigt das menschliche Gehirn dazu, sich auf das Negative zu fokussieren. Infolgedessen konzentrieren wir uns allzu häufig auf das, was falsch läuft, anstatt all die Dinge wahrzunehmen, die positiv laufen. Emma Seppälä geht noch weiter und sagt: «Tatsächlich zeigt die Forschung, dass uns jeden Tag dreimal mehr positive als negative Dinge passieren, und doch braucht es nur eine einzige verstörende E-Mail, um alles zu ruinieren.» Kennen Sie das auch?

Karriereplanung in Zeiten von Corona: Stay at home but stay career focused!

Seit einigen Wochen dominiert auf der ganzen Welt das Coronavirus mit seinen Auswirkungen auf die Menschen, das Gesundheitssystem und die Wirtschaft die medialen Schlagzeilen. Sondersendungen und Ticker laufen rund um die Uhr. Noch vor wenigen Wochen waren wir mit dem Klimawandel beschäftigt. Nun hat Covid-19 die Welt auf den Kopf gestellt. Einige Länder haben sich komplett abgeriegelt, Flugzeuge bleiben am Boden, und Hotels, Einkaufszentren, Stadien sowie öffentliche Plätze sind menschenleer. Seit dem 16. März gilt in der Schweiz ein Lockdown, der gravierende Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben mit sich bringt, darauf wie sich Menschen begegnen, austauschen und miteinander kommunizieren.

Should I stay or should I go?

Vor einigen Monaten trat eine unserer Kandidatinnen ihre neue Stelle im CEO Office mit grosser Freude und viel Enthusiasmus an. Kaum gestartet, schlug ihr jedoch vor allem Zurückhaltung entgegen. Von ihren neuen Kolleginnen und Kollegen wurde sie ebenso wenig mit offenen Armen empfangen wie von ihrem Chef. Sie erlebte in den ersten zwei Wochen ein eher ablehnendes Umfeld. Zugegeben – schön ist das nicht. Aber eigentlich auch kein Drama. Und schon gar kein Grund gleich wieder das Handtuch zu werfen.