Shine bright like a diamond

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Dieses Szenario kennt jeder – ich habe es gerade in meinen Yoga-Ferien erlebt. Es könnte sich aber genauso in einem Online-Meeting, an einem Seminar, Workshop, Networking-Event, an gesellschaftlichen und privaten Anlässen oder eben auch in einem Job-Interview abspielen. Ihr werdet gebeten, euch mit wenigen Sätzen vorzustellen. Euer Gehirn arbeitet auf Hochtouren, denn jetzt ist er gefragt, euer persönlicher 90-Sekunden-Spot.

Wenn alle Augen auf uns gerichtet sind, möchten wir professionell und sympathisch wahrgenommen werden und positiv in Erinnerung bleiben. Mit ein wenig Übung ist es gar nicht so schwer. Denn wenn man weiss, wie es geht, hilft einem die Spotlight-Vorstellung bei vielen Situationen – ob bei der Projektpräsentation oder in bei der Vorstellungsrunde. Da schlage ich auch gleich eine Brücke zum ersten Miss Moneypenny EA Excellence Award. Nach Einreichung des Konzepts wurden die Teilnehmenden der Endauswahl von der Jury gebeten, ihre Motivation und Ziele «in a nutshell» zu präsentieren. Gerade in den letzten zwei Jahren hat es einen richtigen Push in der Assistenz-Community gegeben und es ist grossartig zu sehen, wie aktiv viele von euch sind: Es werden Assistenz-Tage, -Seminare, -Workshops und -Communities organisiert und ins Leben gerufen. Um entsprechenden Support und Budgets zu erhalten, müssen Ideen überzeugend präsentiert werden. Das klappt am besten, wenn man es versteht, aufs Wesentliche reduziert Begeisterung zu entfachen.

Ich-Vorstellung
Bei eurer Vorstellung orientiert ihr euch am besten an den Eckpfeilern Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft.
Körpersprache ist zwar auch wichtig, doch entscheidend ist, was ihr zu sagen habt. Wenn man eine Idee hat und weiss, wie man sie seinem Zielpublikum verständlich erklärt, fühlt man sich sofort selbstsicher und das strahlt man auch aus. So könnte es beispielsweise ablaufen:

Gegenwart: «Ich bin Holly Hunter, arbeite als Executive Assistant für den/die CEO einer Grossbank in Zürich und widme mich seit zwei Jahren mit voller Passion dem Aufbau eines Assistenznetzwerks innerhalb unserer Organisation. In diesem Jahr durfte ich den EA Excellence Award für das Projekt XYZ entgegennehmen.»

⇒ Wie ihr euren 90-Sekunden-Spot gestalten möchtet, hängt natürlich immer auch von der jeweiligen Situation und dem Publikum ab. Ergo ist das vorgenannte Beispiel nicht Yogagruppen-tauglich. Wenn ihr unsicher seid, sind Name und aktuelle Beschäftigung immer ein guter Anfang. Falls es sich anbietet, kann anschliessend ein aktuelles Projekt oder besonderes Know-how ins Spiel gebracht werden. Hauptsache: Kurz und prägnant. Dann springt ihr zum nächsten Punkt.

Vergangenheit: «Vor meiner Zeit bei der Grossbank habe ich in Basel eine Ausbildung zur Direktionsassistentin absolviert und anschliessend zwei Jahre in London verbracht, wo ich als rechte Hand des CFOs der Musterbank administrativ eine Akquisition mitbegleiten durfte.»

⇒ Solltet ihr euch in einer Interview-Situation befinden, holt ihr etwas aus und liefert weiterführende Details zu wichtigen beruflichen Stationen. Von der Ausbildung über prägende Stationen bis hin zu ein bis maximal zwei erfolgreichen Projekten. Bewährt hat sich folgendes: Ausgangslage → eigener Lösungsbeitrag → Ergebnis.

Zukunft: Den Abschluss solltet ihr zukunftsorientiert gestalten. Im Interview könnt ihr Bezug zur künftigen Ausrichtung des Unternehmens nehmen und erwähnen, dass ihr diesen Schritt gerne mitbegleiten möchtet.

Takeaways

  1. Seid kurz und prägnant. Niemand wird sich an komplizierte Details erinnern. Liefert ausreichend Information, um Interesse zu wecken, euch kennen zu lernen sowie Anknüpfungspunkte, die bei einem späteren Austausch aufgenommen werden können.
  2. Sprecht im Jobinterview über euren Werdegang, eure beruflichen und persönlichen Kompetenzen, Wechselmotivation, Zielvorstellungen.
  3. Bringt mit einen oder zwei Hinweisen eure Persönlichkeit zum Ausdruck. Was ist euch wichtig? Wofür setzt ihr euch ein?
  4. Achtet auf die Körpersprache. Haltet Augenkontakt, achtet auf lockere Schultern und verankert die Füsse fest auf dem Boden.
  5. Es wirkt souverän, gut vorbereitet zu sein. Es lohnt sich, im Vorfeld schon etwas über die Personen in Erfahrung zu bringen, auf die ihr treffen werdet. Mit diesem Know-how lässt sich später viel leichter ein Einstieg finden und ein Gespräch beginnen.

Stay positive, stay tuned & bis bald am Assistants’ Day
Ihr könnt euch immer noch anmelden assistantsday.ch

 

1 comment for “Shine bright like a diamond

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