Safety First – Schutzkonzepte für Events

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Die Corona-Pandemie hat unser Leben auf den Kopf gestellt und bestimmt weiterhin unseren Alltag. Gerade wir Event-Organisatorinnen sind jetzt besonders gefordert, denn für öffentlich zugängliche Einrichtungen und Betriebe sowie für nicht private Veranstaltungen braucht es umfassende Schutzkonzepte.

Wir sind verpflichtet, entsprechende Schutzkonzepte zu erarbeiten und umzusetzen. Das ist ein anspruchsvolles Thema, bei dem die Veranstalter mit den Behörden am gleichen Strang ziehen sollten. Bei meiner Arbeit bin ich aber mit meinen Fragen zu den Schutzkonzepten immer auf offene Türen und Ohren gestossen.

Das Thema sieht auf den ersten Blick sehr komplex aus. Bei genauerem Hinschauen stellen wir aber fest, dass wir Event-Organisatorinnen es gewohnt sind, Events unter anspruchsvollsten Bedingungen durchzuführen und jederzeit die Sicherheit von Besuchern und Mitarbeitenden zu garantieren. Mit einem Schutzkonzept ergänzen wir deshalb lediglich die bereits bestehenden Sicherheitsmassnahmen um einige zusätzliche Elemente – im Idealfall so, dass die Besucher diese positiv wahrnehmen und nicht als Einschränkung erleben.

Schutzkonzepte müssen – wie unsere Arbeit auch – flexibel ohne grossen Aufwand an neue Situationen angepasst werden können. Doch kann man ein so trockenes Thema wie Schutzkonzepte überhaupt kreativ in einen Event integrieren?

Wir sagen Ja und haben dafür eigens einen Baustein entwickelt, mit dem wir für Events COVID-19-konforme und individuell angepasste Schutzkonzepte mit kreativen Umsetzungsideen verbinden. Die folgenden Punkte gehören in ein Schutzkonzept, bieten aber dennoch viel Gestaltungsspielraum:

Abstand und Sicherheit

Bei jedem Event steht die Sicherheit aller an erster Stelle und gerade in Zeiten wie diesen müssen wir den Sicherheitsmassnahmen absolut oberste Priorität einräumen. Dabei können wir schon mit der Einladung unsere Gäste mit kreativen Piktogrammen auf spielerische Art darauf hinweisen, wo und wie sie sich einfinden sollen, welche Verhaltensregeln am Event gelten und wie wir jederzeit genügend Abstand voneinander halten können.

Die offiziellen Piktogramme können zudem auf der Seite des BAG heruntergeladen werden.

Hygiene

Inzwischen sind wir ja alle Händewasch-Profis. Doch gerade an Events können wir unsere Hände nicht jederzeit waschen, weshalb wir mit den allgegenwärtigen Desinfektionsstationen Vorlieb nehmen müssen. Vielleicht kennt ihr das auch: Wir desinfizieren uns die Hände und machen automatisch eine Riechprobe. Und es gibt nichts Schlimmeres als scharf riechendes und schlecht duftendes Desinfektionsmittel

Deshalb lohnt es sich, diesem Punkt besondere Beachtung zu schenken und Desinfektionsstationen so gestalten, dass jeder sie gerne benützt. Sie sollten leicht zu bedienen und jederzeit sauber sein, strategisch sinnvoll platziert werden und ein Desinfektionsmittel spenden, das wunderbar duftet. Gut riechende Desinfektionsmittel sind mittlerweile das absolute Must-have und hinterlassen immer einen positiven Eindruck. Ein originell zusammengestelltes Set mit Hygiene- und Handpflegeprodukten kommt ausserdem bei Gästen immer gut an und lässt für uns viel Spielraum für kreative Gestaltung.

Gesichtsmaske

Wer hätte gedacht, dass Gesichtsmasken einmal zum Alltag gehören und fast schon als trendiges Accessoire gelten. Auch wenn sich noch nicht alle mit diesem Trend anfreunden mögen, so können zur Zeit viele Events nur durchgeführt werden, wenn eine Maske getragen wird. Aber wir können aus der Not eine Tugend machen und unsere Gäste an der Veranstaltung mit einer coolen, aber dennoch sicherheitskonformen Schutzmaske als Give-away überraschen.

Jeder Kanton handhabt die Maskenpflicht anders. Deshalb ist es besonders wichtig, dass wir uns mit den geltenden Regeln vertraut machen und die wesentlichen Punkte im Schutzkonzept verankern.

Reinigung

Oberflächen von Gegenständen, Garderoben, Arbeitsflächen und Türgriffe müssen regelmässig gereinigt werden. Wenn möglich sollten wir darauf achten, dass die Türen offen sind, damit unsere Gäste keine Türgriffe anfassen müssen. Ist dies nicht möglich, so können wir bei den Türen Spender zur Händedesinfektion platzieren. Wenn wir für einen Event gleich eine Putzmannschaft vor Ort aufbieten, ist das sicher eine gute Investition. Das vermittelt Sauberkeit und sorgt dafür, dass sich unsere Gäste – und nicht zuletzt auch wir uns – rundum sicher und wohl fühlen.

Leitsystem

Besucherströme zu lenken, kann ebenfalls eine grössere Herausforderung sein. Wichtig ist, dass die Ein- und Ausgänge voneinander getrennt sind. Aufkleber mit Pfeilen und Füssen zeigen an, wo man stehen und in welche Richtung man gehen soll. Mit Screens und Lautsprechern können den Gästen Verhaltensregeln auch digital und akustisch kommuniziert werden. Gerade diesen Bereich können wir besonders gut kreativ umsetzen.

Catering

Der gewählte Catering-Anbieter unterliegt seinem eigenen Gastro-Schutzkonzept. Dieses muss aber zwingend vor dem Event miteinander abgesprochen werden, denn am Ende trägt der Veranstalter das Risiko für alle Zulieferer und Partner. Im Event-Schutzkonzept muss der Caterer deshalb namentlich vermerkt sein.

Entsorgung

Mit Masken und Papiertrocknungstüchern entsteht jetzt noch mehr Abfall als sonst und stellt auch uns vor neue Herausforderungen. Besonders wichtig sind deshalb genügend Entsorgungsstationen, die leicht zu reinigen und sauber zu halten sind. Strategisch sinnvoll ist es, wenn wir diese direkt an den Ausgängen platzieren. Damit Einwegmasken in der dafür vorgesehenen Entsorgungsstation und nicht anderswo landen, können wir unsere Gäste dazu motivieren, diese am Ende der Veranstaltung gegen ein kleines Goodie oder Give-away einzutauschen.

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Ich wünsche euch allen ein gutes Gelingen bei der Organisation eurer Events in dieser herausfordernden Zeit. Ich hoffe, der eine oder andere aufgeführte Tipp hilft euch bei der Erstellung eurer Schutzkonzepte. Falls ihr Unterstützung braucht, stehen wir euch selbstverständlich gerne zur Verfügung. Bleibt gesund!

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