Abwesenheitsassistenten: Hitliste der Fettnäpfchen

Sommerzeit – Ferienzeit. Jetzt erhält man wieder öfter automatisch generierte Antworten auf seine Mails. Oft sind sich die Verfasser gar nicht bewusst, welche negativen Gefühle nachlässig oder unfreundlich formulierte Abwesenheitsnachrichten auslösen – ein leidiges Thema.

«Ich bin bis am 27. Juli nicht erreichbar. Ihre E-Mail wird weder gelesen noch weitergeleitet! In dringenden Fällen senden Sie bitte eine E-Mail an …»

Hand aufs Herz: Solche oder ähnliche Abwesenheitsmeldungen liest man speziell während der Sommermonate immer wieder. Ihr gemeinsamer Nenner: Sie wirken unhöflich und abweisend. Die häufigsten Fettnäpfchen:

Der verborgene Luxus

Ist es nicht befremdlich, dass Negativ-Schlagzeilen wie beispielsweise der VW-Abgasskandal, die #MeToo-Bewegung, Steuerhinterziehung, ungetreue Geschäftsführung oder der lockere Umgang mit persönlichen Kundendaten – um nur einige Beispiele zu nennen – normal geworden sind? Wie viele intelligente, erwachsene Menschen treffen tagtäglich Fehlentscheidungen, können nicht zwischen richtig und falsch entscheiden? Von aussen betrachtet hat man das Gefühl, dass Kinder noch viel besser spüren, was ehrlich, richtig und fair ist, was gut tut und was nicht. Klar, gerade in der Wirtschaft ist es nicht immer einfach, überhaupt zu wissen was situativ und langfristig richtig oder falsch ist, denn es sind ja immer mehrere Stakeholder mit im Spiel und jeder Mensch hat seinen individuellen Wertekatalog – es gibt nicht nur ein richtig oder falsch. Was für den einen ethisch korrekt ist, ist für den anderen bereits grenzwertig. Den meisten Menschen hilft die Fragestellung «Wenn über mein Verhalten auf der ersten Seite der Tagespresse berichtet würde, wäre ich dann stolz über meine Entscheidung oder müsste ich mich schämen und hätte schlaflose Nächte?» Oder, «Wie würde wohl meine Reflexion aussehen, wenn diese nur die Innenseite der Gefängnismauern sehen würde?»

Sag es kürzer!

Der moderne Businessalltag treibt uns praktisch durchgehend zur Eile an. Und tatsächlich gibt es – mal planmässig, mal unplanmässig – viele Aufgaben, die dringend erledigt sein müssen. Unter ihnen befinden sich aber auch Pendenzen, die nur deshalb so eilig sind, weil es anderswo haperte – das kennen wir alle. Wie bei einem Stafettenlauf heisst es dann, die Beine unter die Arme nehmen und verlorene Zeit aufzuholen. Denn schliesslich ist ja da noch die Fülle an Aufgaben, die zum ganz normalen Tagesgeschäft gehören. Deshalb liegt es auf der Hand, dass in der modernen Kommunikation die Würze der Kürze angestrebt wird.

Ferien? So klappt’s mit der Erholung  

Mein Highlight 2017? Definitiv meine vierwöchige Reise quer durch Thailand. Vom pulsierenden Bangkok ins ursprüngliche Hinterland in ein Camp am Hintok River – Stille pur, wie es gegensätzlicher nicht sein kann. Gefolgt von ein paar Tagen Kultur und Sightseeing im Norden und schliesslich zum Inselhopping auf die wunderbarsten Inseln im Süden des Landes. Und noch viel besser als das: mein Chef hat im Sommer sogar für sechs Wochen eine Weiterbildung in den USA besucht. So würde es sich so manche Assistentin wünschen, denn das Thema Ferienplanung jagt vielen kalte Schauer über den Rücken. Alle Jahre wieder.

Resilienz? Wie geht das überhaupt?

Und schon wieder so ein Fremdwort! Nach Burnout ist jetzt die so genannte Resilienz in aller Munde. So wird die psychische Widerstandskraft bezeichnet. Im Zentrum steht die Frage, wie es möglich ist, dass ein Mensch trotz eines schweren Schicksals seine psychische Gesundheit, seine Lebensfreude und seinen Optimismus bewahren kann, während ein anderer an seinem Schicksal zerbricht.